Delegiertenversammlung 2025

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Theo Janssen zum neuen Präsidenten gewählt

Schiessen – An der Delegiertenversammlung des Luzerner Kantonalschützenvereins (LKSV) am vergangenen Samstag wurde der Ruswiler Theo Janssen zum neuen Präsidenten gewählt. Der bisherige Vizepräsident und Chef der Abteilung Ausbildung tritt die Nachfolge von Christian Zimmermann an, der nach 16 Jahren im Vorstand – zwölf davon als Präsident – seinen Rücktritt bekanntgegeben hatte.

 

265 Anwesende, davon 172 stimmberechtigte Delegierte, konnte Christian Zimmermann am Samstagnachmittag im Gasthaus Perle in Perlen zu seiner letzten DV als Präsident des LKSV begrüssen. In seinen Begrüssungsworten sprach er von einer Aufbruchstimmung, die den Verband erfasst habe. Denn: Neben einem neuen Präsidenten konnten weitere Personen für wichtige Aufgaben innerhalb des Luzerner Schützenwesens gefunden werden. Vor allem aber war es Zimmermann ein Anliegen, zu danken: für spannende Begegnungen, positive Anregungen, grosses Engagement zahlreicher Personen und gute Zusammenarbeit in seinen Jahren an der Spitze der Luzerner Schützen. «Ich habe den Dank heute für einmal an den Anfang der Sitzung gesetzt und noch etwas ist anders: Heute applaudiere ich euch!», meinte er.

 

Geschäfte waren unbestritten

Zu Beginn des geschäftlichen Teils genehmigten die Anwesenden das Protokoll der letztjährigen DV und den Jahresbericht 2024. Auch die von Vinzenz Achermann präsentierte Jahresrechnung 2024, die mit einem Verlust abschloss, sowie das Budget 2025, das einen Aufwandüberschuss vorsieht, und die Festsetzung der unveränderten Mitgliederbeiträge für 2026 passierten ohne Diskussionen.

In der Folge stimmten die Delegierten über einen Antrag des Vorstands ab. Mit diesem sollte die maximale Amtsdauer für aktuelle Vorstandmitglieder von 20 auf 30 Jahre erhöht werden. Hintergrund des Antrags: Der designierte neue LKSV-Präsident Theo Janssen erreicht in drei Jahren die aktuell gültige Grenze von 20 Jahren Vorstandsarbeit und hätte dann sein Amt bereits wieder weitergeben müssen. Um das zu verhindern, hatte der Vorstand den Antrag eingereicht. Dieser wurde von den Anwesenden grossmehrheitlich (eine Enthaltung) angenommen.

 

Standing ovations für den neuen und den alten Präsidenten

So war der Weg frei für die Wahl von Theo Janssen zum neuen Präsidenten. Mit stehenden Ovationen wählten die Delegierten den Ruswiler in das Amt. Dieser erklärte in einer kurzen Antrittsrede: «Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe, schaue ihr trotz meiner langjährigen Vorstandstätigkeit aber auch mit Respekt entgegen.» Und an die Anwesenden gerichtet, meinte er: «Ich wünsche mir Offenheit für Neues, ohne unsere Traditionen zu vergessen. Und vor allem wünsche ich mir ein Miteinander statt ein Gegeneinander; ein Miteinander unter den Vereinen und zwischen den Vereinen und dem Verband.» Im zweiten Teil der Versammlung wurde dem abtretenden Christian Zimmermann eine grosse Ehre zuteil. Ebenfalls unter standing ovations der Delegierten wurde er zum Ehrenpräsidenten des LKSV gewählt.

 

Weitere Chargen besetzt

Neben der Veränderung auf dem Präsidentenposten konnten am Samstag weitere Chargen besetzt werden. So tritt Christopher Pulver aus Gelfingen von den Schützen Lindenberg die Nachfolge von Theo Janssen als Chef Abteilung Ausbildung an. Ausserdem wurden Schiessoffizier Guido Haas aus Menznau (SG Menznau) als Nachfolger von René Achermann als neuer Ressortleiter Luzerner Stich und Markus Häfliger aus Grossdietwil (SV Grossdietwil) als neuer Chef Luzerner Meisterschütze vorgestellt. Beide gehören damit dem erweiterten Vorstand an.

Einen wichtigen Entscheid trafen die Delegierten der Luzerner Schützenvereine im Hinblick auf ein 2029 geplantes Kantonales Schützenfest. Letztmals hatte ein solches 2013 stattgefunden. An der DV genehmigten die Anwesenden grossmehrheitlich (eine Enthaltung) die vom Vorstand verfassten Grundbestimmungen und legten damit die Grundlage für ein Luzerner Kantonalschützenfest im Jahr 2029.

 

Grussworte…

Aufgelockert wurde der offizielle Teil der DV durch verschiedene Ansprachen und Ehrungen. So überbrachte Brigadier Oliver Müller ein Grusswort des Militärs und betonte unter anderem die enge Verbindung zwischen Schützinnen und Schützen und der Milizarmee. «Wir gehören zusammen, brauchen einander und profitieren voneinander», meinte Müller und dankte den Anwesenden für ihr Engagement für Freiheit, Demokratie und Eigenverantwortung. Die Grüsse des Schweizer Schiesssportverbands (SSV) überbrachte Vizepräsident Walter Harisberger. Er blickte auf das gelungene 200-Jahr-Jubiläum des SSV und die erfolgreichen Olympischen Spiele in Paris (Gold und Bronze für die Schweizer Schützinnen) zurück und motivierte die Anwesenden mit ihren Nachwuchsschützinnen und -schützen im August das diesjährige Eidgenössische Schützenfest für Jugendliche in den Kantonen Waadt und Wallis zu besuchen.

 

… und Ehrungen

In insgesamt vier Blöcken wurden im Rahmen der DV auch erfolgreiche Luzerner Schützinnen und Schützen sowie Personen, die sich seit vielen Jahren für den Schiesssport engagieren, geehrt (siehe Zusatzinformationen). Gleich mehrmals für hervorragende Resultate auf die Bühne gebeten wurde Nachwuchsschütze Ramon Schnider von der FSG Flühli-Sörenberg. Mit Erwin Stalder, Willisau (2x Gold), Alex Huber, Luzern (Gold und Bronze) sowie Hans Bieri, Hasle (Bronze), konnten auch drei Luzerner Schützen für Medaillengewinne an den Schweizermeisterschaften 2024 geehrt werden.

Nach unter drei Stunden konnte Christian Zimmermann seine letzte DV für beendet erklären und zum Apéro und dem anschliessenden Nachtessen überleiten. Der gemütliche Teil bot der Luzerner Schützenfamilie ausgiebig Gelegenheit für den gegenseitigen Austausch.