Trotz Beteiligungsrückgang zufrieden
8792 Schützinnen und Schützen beteiligten sich bis Ende August im Kanton Luzern mit Gewehr (300 Meter) und Pistole (25 und 50 Meter) am diesjährigen Eidgenössischen Feldschiessen. Obwohl das fast 900 Personen weniger sind als im Vorjahr, zeigen sich die Verantwortlichen des Luzerner Kantonalschützenvereins (LKSV) damit zufrieden.
Vom 23. bis 25. Mai herrschte auf Hunderten Schiessplätzen der Schweiz Hochbetrieb. Im Rahmen der offiziellen Schiesstage des diesjährigen Eidgenössischen Feldschiessens nahmen bereits mehr als 111'000 Schützinnen und Schützen am «grössten Schützenfest der Welt» teil. Wie in den Vorjahren hatten Interessierte aber die Möglichkeit, das 18-schüssige Programm mit dem Gewehr 300 Meter und/oder mit der Pistole 25/50 Meter bis Ende August zu absolvieren. Während eine schweizweite Gesamtüberblick aktuell noch fehlt, stehen die definitiven Zahlen aus dem Kanton Luzern mittlerweile fest. Dank an alle Engagierten Nachdem 2024 im Kanton Luzern die mit Abstand höchste Beteiligung seit Jahren hatte verzeichnet werden können (9633), ging die Teilnehmerzahl heuer deutlich zurück. Mit 8792 Schützinnen und Schützen liegt der Wert aber noch immer klar über jenem von 2023 (8335). «Das ist ein zufriedenstellendes Resultat», zieht Erwin Emmenegger, Chef Feldschiessen beim LKSV, Bilanz. Während Jahren habe die Marke von 8000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern als «magische» Grenze gegolten. «Diese haben wir auch heuer deutlich übertroffen. Das ist erfreulich.» Eine einfache Begründung für den Rückgang um fast 900 Schützinnen und Schützen hat Emmenegger indes nicht. «Es spielen immer viele Faktoren eine Rolle, ob jemand am Feldschiessen teilnehmen kann oder nicht. Sicher ist: Sehr viele Leute in verschiedenen Vereinen haben auch in diesem Jahr wieder alles unternommen, um möglichst vielen Personen Einblick in unser Schiesswesen zu geben. Dafür gebührt ihnen ein grosses Dankeschön.» Das Wichtigste sei wie immer die unfallfreie Durchführung des Grossanlasses. Mit 6698 Personen (76,2%) beteiligten sich auch heuer deutlich mehr Gewehrschützinnen und -schützen als Pistolenschützinnen und -schützen (2094). Im Vergleich zum Vorjahr (74,2%) stieg dieser Anteil um exakt zwei Prozentpunkte. Oder anders ausgedrückt: Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr fiel mit der Pistole (-15,4%) deutlicher aus als mit dem Gewehr (-6,4%).
Perlen und Reiden mobilisierten am besten
Interessantes fördert der Blick auf die Anzahl Teilnehmerinnen und Teilnehmer pro Verein zu Tage. So mobilisierte die SG Perlen heuer 383 Gewehrschützinnen und -schützen zu einer Teilnahme am Feldschiessen. Den zweithöchsten Wert im Kanton Luzern meldete der WV Kriens (195), knapp vor der SG Menznau (190). Bei den Pistolenvereinen untermauerte der PSB Reiden die Spitzenposition, die er seit Jahren innehat. Mit 368 absolvierten im Wiggertal heuer fünf Pistolenschützinnen und -schützen weniger das Feldschiessen als im Vorjahr. Auf dem 2. Platz der Pistolenvereine folgt der PC Pfaffnerntal mit 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Schüpfheim-Flühli mit 171.
Fünf Maximalresultate mit der Pistole
Von den fast 6700 Gewehrschützinnen und -schützen gelang es keiner und keinem einzigen, das Maximalresultat von 72 Punkten zu erzielen. Ganz knapp an diesem Prestigeerfolg vorbeischrammten 13 Schützen, die allesamt 71 Zähler totalisierten. Sehr treffsicher zeigten sich dafür die Pistolenschützen: So wurden auf die 25-Meter-Distanz gleich fünf Maximalresultate erzielt. Robert Zemp (SG Rothenburg), Pirmin Birrer (PSB Reiden), Konrad Emmenegger (Schüpfheim-Flühli), Ueli Krauer (Schützen Malters) und Robin Felber (Zentroniker Wolhusen) trafen mit ihren je 18 Schüssen stets ganz ins Zentrum.
Kranzquoten im Rahmen der Vorjahre
Seit jeher stehen beim Eidgenössischen Feldschiessen das Mitmachen, das hautnahe Erleben des faszinierenden Schiesssports und nicht zuletzt die Pflege der Kameradschaft sowie das Knüpfen neuer Kontakte im Mittelpunkt. Doch so wie die absoluten Cracks das Maximalresultat ins Visier nehmen, stellt für die etwas weniger geübten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kranzgewinn ein toller Erfolg dar. Auf die 300-Meter-Distanz mit dem Gewehr wurden heuer im Kanton Luzern 3143 Kränze abgegeben. Damit liegt die Kranzquote bei 46,92% und unwesentlich höher als im Vorjahr (46,32%). Ein differenziertes Bild zeigt sich bei den beiden Pistolen-Disziplinen. Während die Kranzquote mit der Pistole 25 Meter recht deutlich von 42,1 auf 39,45% zurückging, stieg sie mit der Pistole 50 Meter klar von 36,02 auf 40,91% an. Allerdings waren die Teilnehmerzahlen in dieser Disziplin insgesamt tief, so dass total nur 54 Kränze abgegeben wurden. Nach der einmal mehr erfolgreichen Durchführung des Eidgenössischen Feldschiessens im Kanton Luzern freuen sich die Verantwortlichen des LKSV und der Luzerner Schützenvereine schon heute auf die nächste Austragung im kommenden Jahr. Das offizielle Feldschiessen-Wochenende 2026 steigt vom 29. bis 31. Mai.

Bis Ende August beteiligten sich im Kanton Luzern 6698 Gewehrschützinnen und -schützen (hier ein Bild aus dem Schiessstand des SV Willisau) am «grössten Schützenfest der Welt».